RFID -Technologie heiratet Mobilfunk
VON: DIPL.-JOURNALIST HANS WERNER OERTEL | INNOMEDIA | BERLIN
21-05-08 - Vogtländische pitcom GmbH bietet Software für Wachdienst-Handys an
Publikationen u.a. in folgenden Medien:
Funkschau 5/2008, Security Point 3/2008, WIK Juni 2007, Wirtschaftsjournal 6/2008
Das ist nahe Zukunft: Sie steigen in den Bus, halten Ihr Handy an eine kleine Tafel – und haben die Fahrt bezahlt. Möglich macht dies die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification), ein Verfahren zur Funkerkennung von Gegenständen und Lebewesen. Damit können auch Warenkörbe in Supermärkten erfasst, Gepäckstücke auf Flughäfen sortiert oder Gebäude überwacht werden. Jetzt haben große Handy-Produzenten angekündigt, Mobiltelefone mit RFID-Leseköpfen auszustatten. Diese Entscheidung hat das Plauener Software- und Internet-Unternehmen pitcom GmbH bewogen, eine entsprechende Software für erste Anwendungsfälle zu entwickeln.
So bietet die vogtländische Firma schon eine innovative Lösung für die Objektbewachung an, die zum einen immens Kosten spart und zum anderen gestattet, die Wachgänge „live“ zu verfolgen und zu protokollieren. Auf Unregelmäßigkeiten kann sekundenschnell reagiert werden. Dabei werden die Handys, mit denen die Wachleute ohnehin ausgestattet sind, zu Lesegeräten für sogenannte Transponder, die „beschrifteten“ Zellen eines RFID-Systems. Sie können schon klein wie Reiskörner sein und ihre Preise liegen inzwischen im Cent-Bereich.
Nach Worten der pitcom-Geschäftsführer Hans-Jürgen Stüber eröffnet „die Hochzeit von RFID und GPRS riesige Geschäftsfelder“. Dabei entscheide letztlich die Intelligenz der auf dem Mobiltelefon verwendeten Software über die Effektivität dieser zukunftsträchtigen Technologiekombination, so Stüber.
Das Plauener Unternehmen veranschaulicht das im Internet mit einem virtuellen Einsatzfall (http://demo.mcc-s.de). Danach erhält das Personal im Objekt- und Personenschutz Telefone mit Lesekopf sowie Dienstausweise mit RFID-Transpondern. Wichtige Kontrollpunkte werden ebenfalls mit den Winzlingen ausgerüstet und die Daten – Zeit, Dienstbeginn und - ende, Kontrollpunkte – durch Annähern des Handys erfasst. Die pitcom-Software auf den Telefonen sorgt dafür, dass diese Daten mit dem Mobilfunk-Standard GPRS (General Packet Radio Service) zum Server gesendet werden. Die Kosten reduzieren sich – je nach Anwendungsfall – auf einen Bruchteil der herkömmlichen Aufwendungen.
Seit Oktober 2007 nutzt das Sicherheitsunternehmen ARNDT aus Crimmitschau die von pitcom entwickelte Lösung. Für Geschäftsführer Franz König bringt sie neben der Kosteneinsparung durch Wegfall teuerer Erfassungsgeräte und exakter Zeiterfassung sowie präzisem Dienstmonitoring des Wachpersonals auch einen verbesserten Sicherheitsstandard. „Die pitcom-Lösung ließ sich problemlos in unsere Leitstellensoftware integrieren“, erklärt König zufrieden.
Als Unternehmen der Software- und Internetbranche bietet die pitcom GmbH komplexe und individualisierte Lösungen für Projekte aus Industrie, Dienstleistungsgewerbe, Banken und Kommunen an. Zu den Kunden der 1997 gegründeten Firma gehören seit Jahren unter anderen die Versicherungskammer Bayern, die Stadt Plauen, die Sparkasse Hannover und die Nord/LB. Unter anderem versendet pitcom Kurznachrichten (SMS) mit
Unwetterinformationen für das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und Österreichs. Zur Fußball-Europameisterschaft offeriert die High-Tech-Schmiede eine „Mobile INFO Card“ mit allen Spielergebnissen und ein SMS-Gewinnspiel an.


